Sonntag, 19. November 2017

Rezension "Mind Games" von Teri Terry

Name: Mind Games
Autor: Teri Terry
Seiten: 464
Preis (Hardcover): 17,95 €
Im Carlsen Verlag erschienen.


Klappentext:
In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird - und einen der begehrtesten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennen lernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern …

Meine Meinung

Das Cover finde ich sehr schön. Ich mag die Farben und das Glitzern. Es ist mal ein etwas anderes Cover auch, wenn ich am Anfang nicht viel damit anfangen konnte. Doch ich bin sehr froh, dass man nicht wieder einfach eine Frau auf das Cover gebracht hat, sondern mal ein wenig kreativer war.

Der Schreibstil war dem, von der mir bereits bekannten "Gelöscht" Reihe sehr ähnlich und daher wieder sehr fesselnd. Die Autorin versteht es einfach mich mit ihren Büchern zu fesseln und ihre Bücher sind immer extrem spannend. So auch dieses. Die Spannung steht für mich hier ganz klar im Vordergrund. Vielleicht mag es wirklich nur am natürlich identischen Schreibstil gelegen haben, aber ich fühlte mich während des Lesens wirklich manchmal an die Buchreihe der Autorin erinnert. Das machte es jedoch für mich eher positiv. Es war fesselnd, spannend und obwohl es teilweise ein wenig abstrakter war, sehr gut beschrieben.

Die Protagonistin Luna war mir sehr sympathisch. Sie war eine sehr natürliche Protagonistin, die sehr an ihrer Familie hängt und ein sehr liebevoller und aufopferungsvoller Mensch ist, die jedoch auch weiß was sie will und wer sie ist. Sie ist ein eher geheimnisvoller Mensch, was sie von ihrer Großmutter gelernt hat. Als sie jedoch auf den sympathischen Gecko trifft, gibt sie schon etwas mehr von sich Preis. Gecko ist ein sehr toller Charakter, der am Anfang sehr im Vordergrund steht. Im Laufe der Geschichte musste ich leider feststellen, dass dies nicht so anhält. Nach und nach verblasste der anfänglich gut dargestellte Charakter für mich. Es wurde zwar etwas von seiner Geschichte erklärt, aber ich hätte mir da mehr Tiefgang gewünscht. 
Die anderen Charaktere waren ebenfalls gut erarbeitet. Jedoch wurden Unwichtige plötzlich wichtig und Wichtige plötzlich vergessen. Das hat mich ein wenig gestört.

Die Geschichte an sich war sehr komplex. Die Welt und wie sie genau funktioniert erstmal zu verstehen war sehr spannend und interessant. Die Geschichte war gut verstrickt und wurde für ihren komplexen Verlauf sehr gut dargestellt. Das was mich jedoch störte, war, dass die Geschichte gut aufgebaut wurde, aber am Ende alles so schnell vorbei war. Das Ende an sich gefiel mir ohnehin nicht so gut. Es war schlüssig und gut dargestellt, aber traf einfach nicht meinen Geschmack von einem Ende. Es kam mir vor als wenn die Geschichte noch so viel mehr hätte bieten können. Das Ende wurde enthüllt und schließlich war es ruck zuck vorbei. Das war leider etwas schade, da es vorher so vielversprechend gewesen war. Dennoch muss ich trotzdem sagen hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Fazit:
Das Buch mag zwar ein paar Schwächen haben, war aber so packend, dass es mich trotzdem überzeugt hat. 

Daher gebe ich ihm
4 von 5 Libellen.