Freitag, 15. September 2017

Rezension "Das Reich der sieben Höfe" von Sarah J. Maas

Titel: Das Reich der sieben Höfe -Dornen und Rosen
Autor: Sarah J. Maas
Seiten: 480
Preis (Hardcover) : 18,95 €
Im dtv Verlag erschienen.


Klappentext:
Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.
Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

Meine Meinung

Das Cover betrachte ich sehr zwiegespalten. Einerseits finde ich es hübsch gemacht und ich mag die Art mit dem Schutzumschlag, da der Schutzumschlag bis auf die Ranken und Blüten durchsichtig ist. Andererseits musste ich optisch feststellen: Sie passen einfach nirgendwo so richtig ins Regal. Es sticht immer hervor, weil es neben den anderen so leicht merkwürdig und auffällig aussieht. Kann man sehen, wie man will. 

Der Schreibstil war wohl vermutlich das Manko in dieser Geschichte. Ich finde ihn einerseits gut und es wurde stellenweise auch spannend, aber es packte mich einfach nicht so, dass ich dauerhaft lesen wollte. Das Buch lag ungefähr zwei Monate herum und ich wusste nicht genau wieso, da die Story an sich wirklich überzeugend war. Doch habe ich mich stellenweise beim Lesen einfach zu sehr gelangweilt, um weiterlesen zu wollen. Es war nie so als sei ich wirklich mitten im Geschehen drin, sondern nur so ein Zuschauer und besonders an Szenen, die nicht voll Spannung waren, wurde es mir dann zu unspektakulär.

Dazu im Gegensatz jedoch mochte ich die Charaktere sehr gerne. Auch wenn man Ende noch einige Beweggründe von einigen offen waren, steigert das eher meine Neugier auf die Folgebände. 
Feyre ist eine sehr angenehme Protagonistin. Sie ist zwar sehr arm aufgewachsen und war diejenige, die komplett das Überleben ihrer Familie auf den Schultern trug. Dennoch ist sie toug und weiß sich zur Wehr zu setzen. Sie ist mutig und weiß genau was sie will und was sie nicht will. Daher ist es sehr angenehm mal eine etwas feurige Protagonistin zu haben. Ihre Familie war leider nicht mein Fall. Der Vater war ein eher blasser Charakter. Die große Schwester war extrem garstig und die kleine zu naiv. Doch bis auf die Familie waren die Charaktere wirklich grandios. 
Tamlin, der ebenfalls eine wichtige Rolle in dem Buch spielt, war ebenfalls ein ganz wundervoller Charakter, der mit Anmut und Charisma glänzt. Zudem besitzt er eine Mischung aus Wildheit und Sanftheit, die sich ein wenig beißt, aber sehr hinreißend ist. :D

Die Story an sich brauchte einen Moment, um für mich spannend zu werden. Doch nach einer Weile hat mir die Geschichte immer besser und besser gefallen. In der Mitte des Buches kam es zu einer Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hatte und das Buch noch einmal komplett auf den Kopf stellte. Auch wenn der Schreibstil, wie oben erwähnt, nicht ganz meins war, wurde das Ende schließlich zunehmend spannend. Die Handlung besaß für mich alles, was ein gutes Buch braucht: Spannung, Liebe, Harmonie, etwas Böses, dass schließlich alles wieder zerstört, und tolle Charaktere. 
Das Einzige was ich hier wirklich bemängeln muss, ist das Rätsel am Ende. Ich dachte erst, es wäre sehr spektakulär, aber mein erster Gedanke erwies sich tatsächlich als richtig. (Hier ein kleiner Tipp: Wer die deutsche Verfassung liest, sollte zumindest irgendwie mal ein Blick in das Englische Rätsel werfen. Ist besser und hat mehr Stil! ) 

Fazit:
Ein gutes Buch mit tollen Charakteren und einer neuen, faszinierenden Handlung. Der Schreibstil wäre jedoch ausbaubar! 

Ich gebe diesem Buch:
5 von 5 Libellen.